Psychotherapie - Hypnose

Warum sollten Sie sich bei diesen unfangreichen Therapieangeboten ausgerechnet für eine Hypnotherapie entscheiden? Diese Frage ist sicherlich nur individuell beantwortbar, da diese Entscheidung von Erwartungshaltungen, Einstellung oder gar Selbsterfahrung abhängt ist. Wir möchten mit dieser Seite dennoch versuchen, einen umfassenden Überblick zu geben.

Eine lösungsorientierte Therapie

Die Hypnosetherapie ist eine lösungsorientierte Therapie, d.h. sie wird hauptsächlich dafür eingesetzt, um innere Ressourcen des Klienten nutzbar zu machen, damit dieser Stärkungen und innere Lösungen erfahren kann. Hierbei wird u.a. auch an der Ursache eines Problems gearbeitet. Die Hypnose bietet mit ihren Techniken effektive Möglichkeiten, um an auslösende Erlebnisse heranzutreten. Diese können dann entsprechend verarbeitet, neu bewertet und gelöst werden.

ES GIBT IMMER EINE URSACHE!

Sicherlich ist die Vergangenheit ein wichtiges Thema in tiefenpsychologischen Anwendungen, zu denen die Hypnotherapie auch zählt. Jedem ist bewusst, dass vergangene Erlebnisse nicht mehr rückgängig zu machen sind und das ist mit der Verarbeitung der Vergangenheit auch nicht gemeint. Hierbei geht es viel mehr darum, die Nachwirkungen schmerzhafter vergangener Szenen zu verändern. Wenn die Vergangenheit im Heute immer noch negativ nachwirkt oder gar zukünftiges Verhalten und Denken zu bestimmen droht, dann ist diese Arbeit von aller höchster Dringlichkeit.

- Mit der Hypnose an die eigentlichen Auslöser herantreten
- Mit der Hypnose kausal und damit aufdeckend arbeiten
- Mit der Hypnose den individuellen Menschen und sein Erleben in den Vordergrund stellen

Die Hypnose wird sicherlich nicht ausschließlich im Zusammenhang mit Ursachenforschung eingesetzt. Auch bei akuten Konflikten, Schmerzen oder derzeitigen Traumata werden hypnotische Techniken erfolgreich angewendet. Es darf in keinem Fall sein, dass der Therapeut nur nach Schema F behandelt und versucht, den Patienten in seine Theorien einzubinden oder gar hineinzuzwängen. Der Therapeut sollte in seiner Arbeit immer offen für Neues sein. Damit kann gewährleistet werden, dass eine Therapie nicht stur, stringent oder nur innerhalb eines bestimmten psychotherapeutisch-theoretischen Rahmen abläuft (es wird nur gemacht, was der Therapeut auch kennt und gelernt hat). Der Therapeut sollte demnach auch bereit sein, jederzeit neue Thesen, Theorien und Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, die mit der individuellen Problematik seines Klienten zu tun haben könnten. Den eigenen Blick zu erweitern, bedeutet schließlich auch, dass der Klient bereit ist, seinen Blick zu verändern.

Unbewusstes Wissen nutzen

Den inneren Zugang zu sich selbst zu finden, ist in allen Bereichen ein wertvoller Sekundäreffekt. Die Hypnotherapie hat zum Ziel, dass der Klient seine eigenen Potenziale wieder entdeckt und seine innersten Fähigkeiten entfaltet. Oftmals wissen Patienten nicht, warum es ihnen schlecht geht. Irgendwas blockiert, macht Angst oder bereitet Grübeleien, Schmerzen und dergleichen. Sicherlich können in einem guten therapeutischen Gespräch bestimmte Stützen und Hintergründe erarbeitet werden und manchmal auch wirksame Lösungen gefunden werden. Aber den wahren Grund herauszuarbeiten, um wirkliches Verstehen und echte Veränderung in Gang zu setzten, ist alles andere als einfach.

In der Hypnosetherapie wird das unterbewusste Wissen mit einbezogen. Nahzu alles scheint im Unbewussten abgespeichert zu sein. Alle Erfahrungen von Beginn an, alle Erinnerungen, Stärken, Fähigkeiten, Gefühle, Gedanken oder Bewertungen (auch der eigenen Person). An dieses unbewusste Wissen heranzukommen, um ein derzeitiges oder vergangenes Problem zu bearbeiten, ist unschätzbar wertvoll.

Das untere Schaubild verdeutlicht diese Herangehensweise:

Darstellung - Hypnose 1:

Hypnosetherapie Nürnberg Elann Cor

In dieser Darstellung ist der Zugang zu den unbewussten Ressourcen durch Ich-Kontrolle oder anderes versperrt (viele Wissen gar nichts über ihre inneren Potentiale). Auch die unbewussten Fähigkeiten und Lösungen können nicht im Bewusstsein greifen, da im Wachbewusstsein stärkere Kontrolle ausgeübt wird als im Trancezustand, wo das Denken und Fühlen deutlich intuitiver und offener ist. Durch den Zugang zu Phantasie und zu den inneren Welten, eröffnet sich der Klient mehr innerpsychische Freiheit, um mit seiner Problematik anders umzugehen und Lösungen aufkommen zu lassen. Wenn eine Therapie diese großartige Quelle des Unterbewusstseins nicht mit einbezieht, kann eine Verarbeitung oder ein Veränderungsprozess deutlich mühsamer und steiniger sein.

Darstellung - Hypnose 2:

Hypnosetherapie Nürnberg Elann Cor

In dieser Darstellung ist der Zugang zum Innersten offener, womit unbewusste Stärken, unbewusstes Wissen und unbewusste Fähigkeiten ins Bewusstsein gelangen können. Allein der Zustand der Trance kann eine solche "Öffnung" bewirken. Im Bewusstsein kann dann wahre Erkenntnis und damit Veränderung entstehen. Der Patient erkennt, dass er auch unbewusste Möglichkeiten der Verarbeitung und der Unterstützung für sich nutzen kann. das rigide Denken und der enge Bezugs-oder Glaubensrahmen werden erweitert, wodurch sich Lösungen ihren Weg bahnen können und innere Flexibilität entsteht.

Unbewusste Verarbeitung

Milton Erickson war der revolutionären Ansicht, dass für die Verarbeitung von traumatischen Material nicht nur das Bewusstsein zuständig sein kann. Es ist ebenso möglich, dass unser Unterbewusstsein etwas verarbeitet (Träume, Trancearbeit etc.), ohne dass wir davon bewusst etwas mitbekommen müssten. Wir erleben im Nachhinein nur den lösenden Effekt. Dies kann gerade in der Traumatherapie von entscheidender Bedeutung sein. Ist ein Klient noch nicht bereit, an ein traumatisches Kindheitserlebnis heranzutreten, kann das emotionale Material auf unbewusstem Wege verarbeitet werden. In der späteren Bewusstwerdung folgt dann die kognitive Verarbeitung. Schließlich werden Emotionen und Kognitionen in einem integrativen Prozess gemeinsam neu bewertet.

Die moderne Hypnotherapie sieht im Unbewussten keine Instanz, die nur via Triebe agiert. Erickson sprach hierbei von einer tief verborgenen Weisheit. Wer sich darum bemüht, sein eigenes Unbewusstes als hilfreichen Partner zu erkennen, der kann von dieser Weisheit in seinem therapeutischen Prozess profitieren.